JIM, DER PROPHET

18. April 2015 um 09:08 Uhr


Das ist Jim Morrison. Er war der Vorsitzende der Doors und starb mit 27 Jahren am 3. Juli 1971. Zwei Jahre zuvor sagte er in einer Talkshow die Zukunft der Popmusik voraus.
Nachdem er kurz erklärt, dass der Rock’n’Roll aus dem Blues der Afroamerikaner und der europäischen Folkmusik entstanden sei, die dann zu Country und Western wurde, prophezeit er: Die Musik der nachfolgenden Generation werde auch auf diesen Elementen basieren, doch es werde vermutlich etwas Drittes hinzukommen: Elektronik.
„Ich habe die Vision von einer Person, umgeben von vielen Maschinen und elektronischen Geräten. Er singt und spricht und wird diese Geräte benutzen.“
Fünf Jahre später veröffentlichten KRAFTWERK das Album AUTOBAHN.

Kategorie Musik

FAIRYTALE OF NEW YORK

13. Dezember 2014 um 13:34 Uhr


Das sind Kirsty MacColl und Shane MacGowan. Gemeinsam haben sie vor 27 Jahren den etwas anderen Weihnachtssong FAIRYTALE OF NEW YORK aufgenommen. Kirsty MacColl lebt nicht mehr und Shane MacGowan wurde von den POGUES gefeuert. Das ändert nichts daran, dass FAIRYTALE OF NEW YORK der vermutlich coolste Weihnachtssong ist und bleibt …

Und er ist vermutlich der einzige Weihnachtssong, der seine eigene Doku bekommen hat.

Weiterführende Lektüre:
Die Geschichte hinter dem Song im THE GUARDIAN

Kategorie Musik

SCHÖNER PROKRASTINIEREN

7. November 2014 um 12:33 Uhr


Das ist die Band OK Go aus Chicago. Wenn sie vielleicht bisher auch nicht sehr durch musikalische Genialität aufgefallen sein mag – die Musikvideos sind großartig.
Vor einer Weile habe ich hier schon mal ein Video reingeklebt, inzwischen gibt es ein paar mehr …


Weiterführende Informationen:
Band-Website

Kategorie Kunst Musik

GEGANGEN

21. Oktober 2014 um 01:19 Uhr

Peter
Das ist Peter Radszuhn. Er ist tot. Sein Herz wollte nicht mehr. Einfach so.
Ich kannte ihn über zwanzig Jahre. Und so gut wie gar nicht.
Schade.

Tagesspiegel

Kategorie Meins Musik

WUNDERLICHS BILDERBUCH (3)

18. August 2014 um 14:21 Uhr


Der Bahnhof hätte gut in Wunderlichs apokalyptische Traumgespinste gepasst. Die Fenster des backsteinernen Stationsgebäudes waren verrammelt, aus den Fugen des Bahnsteigs wucherte Unkraut, und hinter der schlierigen Scheibe der Bahnhofsuhr schien die Zeit schon vor Jahren stehengeblieben zu sein. Seltsam, dass hier überhaupt Züge hielten.

Kategorie Literatur Musik

WUNDERLICHS BILDERBUCH (1)

30. Juli 2014 um 20:44 Uhr


Sie hatten auf dem Dach des Hauses gesessen, in dem Wunderlich wohnte, und Marie hatte erst über die anderen Dächer hinweg auf den Horizont gezeigt und dann auf das Haus gegenüber, wo ein dicker Mann im Unterhemd auf dem Balkon stand und rauchte.
»Bis zu ihm?«
»Nein, nicht bis zu ihm. Das war nur eine Metapher.«
Dann hatten sie geschwiegen. Sehr lange. Wunderlich hatte Marie von der Seite angeschaut, doch er konnte sie nicht gut erkennen, weil seine Augen voller Wasser waren. Irgendwann war Marie aufgestanden und hatte ihn umarmt. »Mach’s gut, Wunderlich«, hatte sie gesagt. »Ich wünsch dir Glück.« Dann war sie gegangen.
Das war jetzt zwei Stunden her. Wunderlich saß noch immer auf seinem Dach und konnte es nicht fassen. Sein größtes Glück hatte sich durch einen einzigen Satz in sein größtes Unglück verwandelt und ihm Glück gewünscht. Das ergab überhaupt keinen Sinn. »Marie, das ergibt überhaupt keinen Sinn«, sagte er in die Nacht. »Schnauze!«, antwortete die Nacht aus einem geöffneten Fenster im Haus gegenüber. Sonst wusste sie nichts dazu zu sagen.

(Weiterführende Lektüre: S. 5)

Kategorie Literatur Meins Musik

FINNISCH CHILLEN

19. Mai 2014 um 15:15 Uhr

KauzZeichnung: Kurt Meyer-Eberhardt

Das sind zwei Eulen, von denen ich inzwischen gelernt habe, dass es Käuzchen sind. Neulich irrlichterten zwei dieser Tiere durchs Netz – eine Finnin hatte sie in einem vermutlich finnischen Wald beobachtet und sie beim finnischen Chillen beobachtet. Und weil ich glaubte, gerade nichts besseres zu tun zu haben, habe ich einen Song von KÄPTN PENG UND DIE TENTAKEL VON DELPHI drunterprokrastiniert. Hat ganz gut geklappt …

Kategorie Allgemein Musik

GUTE NACHT

18. März 2014 um 23:22 Uhr

nick_drake
Das ist Nick Drake. Er hat viele traurige Songs geschrieben. Die meisten davon sind schön. Das ist so einer. Und er passt gerade zur Uhrzeit. Oder wozu auch immer.

Kategorie Musik

DER SÄNGER UND DER TEQUILA

7. März 2014 um 11:55 Uhr

townes
Das ist Townes van Zandt. Im Herbst 1990 spielte er im Quasimodo in Westberlin, und weil ich ihn toll fand, ging ich hin. Nach dem Konzert setzte er sich an einen der Tische und bestellte sich etwas zu trinken. Ich fasste mir ein Herz, ging zu ihm, stellte mich vor und fragte ihn, ob er mir ein Interview geben würde.
„Ein Interview?“ Er schaute mich belustigt an. „Ich gebe doch jetzt kein Interview. Morgen vielleicht. Im Hotel. Sagen wir um 11.“
Die Kellnerin kam und stellte ein Schnapsglas, Zitrone und einen Salzstreuer vor ihn hin. Er streute etwas Salz in seine Handbeuge, leckte es ab, trank den Schnaps und saugte anschließend die Zitrone aus. Da ich so etwas vorher noch nie gesehen hatte, hielt ich ihn für verrückt und verabschiedete mich schnell.
Am nächsten Vormittag erschien ich zur verabredeten Zeit in seinem Hotel. Townes van Zandt war nicht zu sprechen. Egal. Ich hatte eines der besten und einsamsten Konzerte meines Lebens gesehen und erfahren, wie man Tequila trinkt.
Heute wäre Townes van Zandt 70 Jahre alt geworden.

Weiterführende Informationen:
Website für Townes van Zandt
Film über Townes van Zandt

Kategorie Meins Musik

PLATTENBAU

12. Januar 2014 um 09:55 Uhr


Das ist das Cover des berühmten Nirvana-Albums NEVERMIND. Es ist sehr pixelig, was daran liegt, dass es aus Legosteinen gemacht wurde.
Der 17jährige Brite Harry Heaton versteht sich offenbar auf die hohe Kunst der Prokrastination und hat auf diese Weise schon sehr viele Plattencover digital nachgebaut – zu sehen auf seiner tumblr-Seite LEGOALBUMS.
Vielleicht wurde er dazu durch dieses Video von den White Stripes inspiriert…

(via: Dangerous Minds)

Kategorie Kunst Musik