Das ist ein Mann, dem es nicht besonders gut geht. Er ist sogar schon tot. Verantwortlich dafür ist der Mann, der sich über ihn beugt. Und der ist der Held in dem Thriller “Schneller als der Tod” von Josh Bazell.
Wer Mafia-Geschichten und Dr. House mag, wird vermutlich auch diese bizarre, böse, lustige, aber auch… schöne Krankenhausgeschichte mögen.
Und wer noch dazu den Komödianten Christoph Maria Herbst mag, lässt sich den Roman von ihm vielleicht auch gern vorlesen.
Warum und wie er das tut und wie es Stromberg eigentlich so geht, erzählte er heute im radioeins Studio im Admiralspalast.
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Ich habe keine Zeitung gelesen.
Ich habe keiner Frau nachgesehn.
Ich habe den Briefkasten nicht geöffnet.
Ich habe keinem einen Guten Tag gewünscht.
Ich habe nicht in den Spiegel gesehn.
Ich habe mit keinem über alte Zeiten gesprochen
und mit keinem über neue Zeiten.
Ich habe nicht über mich nachgedacht.
Ich habe keine Zeile geschrieben.
Ich habe keinen Stein ins Rollen gebracht.
Das ist Willy Vlautin. Er ist der Vorsitzende der Americana-Band Richmond Fontaine aus Portland/Oregon und hat außerdem drei wunderbare Romane geschrieben. Alle drei handeln von traurigen, verletzten und getriebenen Helden – gleichermaßen auf der Flucht und auf der Suche.
Das letzte Buch heißt “Lean on Pete” und erzählt die Geschichte des 15jährigen Charley Thompson und die geht ungefähr so:
Heute Abend ist Willy Vlautin in Berlin, liest ab 21 Uhr im HBC Berlin und kommt um 19 Uhr im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.
Das ist Austin Kleon. Ein Comiczeichner und Poet, der erstaunliche Dinge mit der Zeitung macht. Er schwärzt die Texte so lange, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Aus diesen “Newspaper Blackouts” hat er ein Buch gemacht. Schön.
So wird’s gemacht:
Das ist Stephen Elliott – ein amerikanischer Journalist und Autor, der jetzt erstmalig in Deutschland veröffentlicht wurde.
In seinem Erzählungsband “Meine Freundin kommt in die Stadt” erzählt er zehn berührende, erschütternde, verstörende aber bisweilen auch bizarr-komische Geschichten über eine/seine Suche nach Liebe – eine masochistische Liebe, die nur im Schmerz Erfüllung findet.
Diese Geschichten sind autobiographisch – wie sein Alter Ego leidet auch Stephen Elliott unter dem Trauma eines Mannes, der als Kind Opfer von Misshandlungen und sexueller Gewalt wurde.
Der deutsche Verlag hat sich entschlossen, den Titel des Buches nicht komplett zu übernehmen. Statt wie im Original “My Girlfriend Comes to the City and Beats Me Up” heißt es hier nur halbherzig und brav “Meine Freundin kommt in die Stadt”. Auch das Cover des amerikanischen Originals ist wesentlich eindeutiger als das der deutschen Ausgabe.
Dennoch: Wer diese Geschichten liest, den werden sie nicht mehr loslassen – und das ist nicht zuletzt der wunderbaren deutschen Übersetzung von Gregor Hens zu verdanken.
Hier unten gibt’s ein Interview mit dem Übersetzer.
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Und hier unten liest Stephen Elliott aus seinem Buch, spricht über seine Sexualität und das Schreiben darüber.
Das ist Thomas Coraghessan Boyle. Ein amerikanischer Schriftsteller, der schon viele wunderbare Bücher geschrieben hat.
Gerade ist bei uns sein neues Buch “Das wilde Kind” erschienen – eine von 14 Erzählungen, die in den USA bereits in einem Band veröffentlicht wurden, der hier noch seiner Übersetzung harrt.
Angelehnt an die Legende von Victor, dem französischen Kaspar Hauser, der 1800 in den Bergen von Languedoc gefangen wurde, lässt T.C. Boyle die taubstumme Lehrerin und Heldin seines Romans “Talk Talk” die Geschichte eines Wolfskindes erzählen.
Ich durfte T.C. Boyle im vergangenen Jahr interviewen – da hat er schon ein wenig über sein neues Buch verraten.
Am Tag dieses Interviews hatte auch der Filmproduzent Sven Häusler einen Termin mit ihm, um ihn für seine grandiose Interview-Seite iseevoices zum Thema “Glück” erzählen zu lassen.
(via Spreeblick)
Der letzte Teil handelt von T-Trägern, Gewindeschneidkluppen und einem fragwürdigen Ende.
Wie immer gleich hier unten oder hier.
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Nach den beschränkt aufregenden Abenteuern in der U-Bahn macht Godot heute einen Abstecher in einen Waschsalon und findet sich vor dem Jüngsten Gericht wieder, das auch nicht mehr alle hat…
Warum, kann man hier hören oder gleich hier unten.
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Referenzen in diesem Teil: Jürgen Kuttner, Dr. Motte (bei der Love Parade), Friedrich Nietzsche, Heidi Klum, Bertolt Brecht, Rudi Dutschke, Goethes “Faust”
Naja, wie der Titel schon verspricht.
Zudem werden heute wieder ein paar existentielle Fragen gestellt und selbstverständlich auch beantwortet.
Und zwar hier oder wie immer hier unten:
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Gestern ging Godot zur U-Bahn. Und heute… fährt er U-Bahn! Da sage noch jemand, die Geschichte hätte keinen Spannungsbogen.
Hören könnt ihr hier oder wie immer hier unten:
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Referenzen in diesem Teil: Erich Honecker, Robert de Niro in “Taxi Driver”, Rainald Goetz (und hier geht’s zu Teil 3)