DER HERBST IST SCHNELLER ALS DER TOD

12. Oktober 2010 um 23:23 Uhr


Das ist ein Mann, dem es nicht besonders gut geht. Er ist sogar schon tot. Verantwortlich dafür ist der Mann, der sich über ihn beugt. Und der ist der Held in dem Thriller “Schneller als der Tod” von Josh Bazell.
Wer Mafia-Geschichten und Dr. House mag, wird vermutlich auch diese bizarre, böse, lustige, aber auch… schöne Krankenhausgeschichte mögen.
Und wer noch dazu den Komödianten Christoph Maria Herbst mag, lässt sich den Roman von ihm vielleicht auch gern vorlesen.
Warum und wie er das tut und wie es Stromberg eigentlich so geht, erzählte er heute im radioeins Studio im Admiralspalast.

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Weiterführendes Material:
Artikel im Tagesspiegel über Herbst und das Hörbuch
Seite des Hörverlages mit Hörprobe
Eine alte und lustige Dokumentaraufnahme (9’25 – 10’12 besonders!)

DER SCHÖNE 27. SEPTEMBER

27. September 2010 um 00:07 Uhr


Ich habe keine Zeitung gelesen.
Ich habe keiner Frau nachgesehn.
Ich habe den Briefkasten nicht geöffnet.
Ich habe keinem einen Guten Tag gewünscht.
Ich habe nicht in den Spiegel gesehn.
Ich habe mit keinem über alte Zeiten gesprochen
und mit keinem über neue Zeiten.
Ich habe nicht über mich nachgedacht.
Ich habe keine Zeile geschrieben.
Ich habe keinen Stein ins Rollen gebracht.

© Thomas Brasch (1980)

Weiterführendes Anschauungsmaterial:

AUS DER ZEIT GEFALLEN

19. August 2010 um 11:38 Uhr


Das ist Willy Vlautin. Er ist der Vorsitzende der Americana-Band Richmond Fontaine aus Portland/Oregon und hat außerdem drei wunderbare Romane geschrieben. Alle drei handeln von traurigen, verletzten und getriebenen Helden – gleichermaßen auf der Flucht und auf der Suche.
Das letzte Buch heißt “Lean on Pete” und erzählt die Geschichte des 15jährigen Charley Thompson und die geht ungefähr so:

Heute Abend ist Willy Vlautin in Berlin, liest ab 21 Uhr im HBC Berlin und kommt um 19 Uhr im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre:
Homepage von Willy Vlautin
Verlagsseite mit Leseprobe

Kategorie Literatur Musik Radio

POESIE AUS NACHRICHTEN

11. Juni 2010 um 12:32 Uhr


Foto: Chris Glas

Das ist Austin Kleon. Ein Comiczeichner und Poet, der erstaunliche Dinge mit der Zeitung macht. Er schwärzt die Texte so lange, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Aus diesen “Newspaper Blackouts” hat er ein Buch gemacht. Schön.
So wird’s gemacht:

Und so sieht’s dann aus:


(via Spreeblick)

Weiterführende Lektüre:
Austin Kleon bei flickr

Kategorie Kunst Literatur

MEINE FREUNDIN KOMMT… UND VERPRÜGELT MICH

14. Mai 2010 um 22:49 Uhr


Das ist Stephen Elliott – ein amerikanischer Journalist und Autor, der jetzt erstmalig in Deutschland veröffentlicht wurde.
In seinem Erzählungsband “Meine Freundin kommt in die Stadt” erzählt er zehn berührende, erschütternde, verstörende aber bisweilen auch bizarr-komische Geschichten über eine/seine Suche nach Liebe – eine masochistische Liebe, die nur im Schmerz Erfüllung findet.
Diese Geschichten sind autobiographisch – wie sein Alter Ego leidet auch Stephen Elliott unter dem Trauma eines Mannes, der als Kind Opfer von Misshandlungen und sexueller Gewalt wurde.
Der deutsche Verlag hat sich entschlossen, den Titel des Buches nicht komplett zu übernehmen. Statt wie im Original “My Girlfriend Comes to the City and Beats Me Up” heißt es hier nur halbherzig und brav “Meine Freundin kommt in die Stadt”. Auch das Cover des amerikanischen Originals ist wesentlich eindeutiger als das der deutschen Ausgabe.
Dennoch: Wer diese Geschichten liest, den werden sie nicht mehr loslassen – und das ist nicht zuletzt der wunderbaren deutschen Übersetzung von Gregor Hens zu verdanken.
Hier unten gibt’s ein Interview mit dem Übersetzer.

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Und hier unten liest Stephen Elliott aus seinem Buch, spricht über seine Sexualität und das Schreiben darüber.

Weiterführende Lektüre:
Leseprobe

DAS WILDE KIND UND DAS GLÜCK VON T.C.BOYLE

24. März 2010 um 15:47 Uhr


Foto: Hanna Lippmann

Das ist Thomas Coraghessan Boyle. Ein amerikanischer Schriftsteller, der schon viele wunderbare Bücher geschrieben hat.
Gerade ist bei uns sein neues Buch “Das wilde Kind” erschienen – eine von 14 Erzählungen, die in den USA bereits in einem Band veröffentlicht wurden, der hier noch seiner Übersetzung harrt.
Angelehnt an die Legende von Victor, dem französischen Kaspar Hauser, der 1800 in den Bergen von Languedoc gefangen wurde, lässt T.C. Boyle die taubstumme Lehrerin und Heldin seines Romans “Talk Talk” die Geschichte eines Wolfskindes erzählen.
Ich durfte T.C. Boyle im vergangenen Jahr interviewen – da hat er schon ein wenig über sein neues Buch verraten.
Am Tag dieses Interviews hatte auch der Filmproduzent Sven Häusler einen Termin mit ihm, um ihn für seine grandiose Interview-Seite iseevoices zum Thema “Glück” erzählen zu lassen.
(via Spreeblick)

Weiterführende Lektüre:
Sehr gute deutsche Seite zu T.C.Boyle
Wikipedia zum Film “Der Wolfsjunge” von Francois Truffaut
iseevoices von hier aus

Kategorie Literatur

GODOT – DAS ENDE (5)

5. Januar 2010 um 14:30 Uhr


Illustration: Jens Thiele

Der letzte Teil handelt von T-Trägern, Gewindeschneidkluppen und einem fragwürdigen Ende.
Wie immer gleich hier unten oder hier.

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Kategorie Literatur Meins

GODOT VOR DEM JÜNGSTEN GERICHT (4)

4. Januar 2010 um 13:37 Uhr


Illustration: Jens Thiele

Nach den beschränkt aufregenden Abenteuern in der U-Bahn macht Godot heute einen Abstecher in einen Waschsalon und findet sich vor dem Jüngsten Gericht wieder, das auch nicht mehr alle hat…
Warum, kann man hier hören oder gleich hier unten.

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Referenzen in diesem Teil: Jürgen Kuttner, Dr. Motte (bei der Love Parade), Friedrich Nietzsche, Heidi Klum, Bertolt Brecht, Rudi Dutschke, Goethes “Faust”

(und hier geht’s zum letzten Teil)

Kategorie Literatur Meins

GODOT UND DER NIEDERGANG DER WERTE (3)

3. Januar 2010 um 11:58 Uhr


Illustration: Jens Thiele

Naja, wie der Titel schon verspricht.
Zudem werden heute wieder ein paar existentielle Fragen gestellt und selbstverständlich auch beantwortet.
Und zwar hier oder wie immer hier unten:

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Referenzen in diesem Teil: Gesine Schwan, Karl Marx “Das Kapital”, Papst Benedikt XVI.
(und hier geht’s weiter zu Teil 4)

Kategorie Literatur Meins

GODOT IN DER U-BAHN (2)

2. Januar 2010 um 11:12 Uhr


Illustration: Jens Thiele

Gestern ging Godot zur U-Bahn. Und heute… fährt er U-Bahn! Da sage noch jemand, die Geschichte hätte keinen Spannungsbogen.
Hören könnt ihr hier oder wie immer hier unten:

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Referenzen in diesem Teil: Erich Honecker, Robert de Niro in “Taxi Driver”, Rainald Goetz
(und hier geht’s zu Teil 3)

Kategorie Literatur Meins