AB JETZT IST RUHE – BILDERBUCH 47

BrandenburgerTor
„… Zum Beispiel die Polizisten vor dem Brandenburger Tor, als wir David Bowie hören wollten, der bei einem Open Air vor dem Reichstag in Westberlin spielte. Wie viele andere wollten wir versuchen, der Musik so nah wie möglich zu kommen, aber die Polizei war lange vor uns da und hatte alles so weit abgesperrt, dass die Musik nur in dumpfen Bässen zu uns herüberschwappte …
In den Westnachrichten sahen wir später die Bilder. Bowie auf der Bühne im Westen und wütende Leute im Osten. »Die Mauer muss weg«, riefen sie, doch die Polizei stand wie eine Mauer davor.
Als am nächsten Tag die Eurythmics spielten, kamen mehr Leute zum Brandenburger Tor, und es schien, als seien sie nicht nur wegen der Musik da. Auch die Polizisten standen dichter, und Männer in Zivil zogen immer wieder Leute aus der Menge und nahmen sie mit.
Am dritten Tag waren noch mehr Leute da, ihre Sprechchöre waren noch lauter, und bei einigen Polizisten saßen plötzlich die Schlagstöcke locker. Als Genesis auf der anderen Seite der Mauer »Land of Confusion« spielten, hörte das hier niemand mehr.“
(Weiterführende Lektüre: S. 342)

Weiterführende Informationen:
Pfingstkonzerte 1987
„25 Jahre später – Konzert für Berlin“ – Hintergründe und Interviews


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Der Beitrag wurde am 25. September 2013 um 21:05 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Literatur, Meins, Musik gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.