AB JETZT IST RUHE – BILDERBUCH 46


„Als meine Tochter ein Jahr alt wurde und aufstand, um zu gehen, fiel mein jüngster Bruder hin und blieb liegen. Er nannte es Delirium infantilis, doch die Ärzte erklärten, er habe Glück gehabt und dass er sofort mit dem Trinken aufhören müsse, sonst gebe es kein Morgen. »Kein Morgen ist Scheiße«, sagte mein Bruder und änderte sein Leben. Er stand früh auf, wanderte durch seine Gegend und fotografierte sie. Er redete mit dem Bäcker, dem Säufer und der Zeitungsfrau, und wenn er zurückkam, dachte er sich Geschichten über sie aus.“
(Weiterführende Lektüre S. 391)

Heute wäre mein Bruder Peter Brasch achtundfünfzig Jahre alt geworden. Der Ausschnitt oben bezieht sich auf einen Text, den er im Jahr 1999 geschrieben hat (zwei Jahre vor seinem Tod), und den man hier als PDF lesen kann.

Und hier kann man sich eine seiner schönen Kinderschallplatten anhören.
„Der Wolf und Rotkäppchen in der Stadt“


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Der Beitrag wurde am 18. September 2013 um 16:26 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Literatur, Meins gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.