HELD DES VOLKES


Das ist Willie Sutton. Er war einer der meistgesuchten Bankräuber in den USA. Auf die Frage, warum er Banken überfalle, soll er nur lakonisch geantwortet haben: „Weil da das Geld ist.“
Im Verlauf seiner langen Berufstätigkeit als Bankräuber (1929-1952) soll Sutton die Banken um etwa zwei Millionen Dollar erleichtert haben, was ihm den Ruf als „Robin Hood aus Brooklyn“ eintrug, denn schließlich nahm er von den Reichen. Und im Gegensatz zu Bonny & Clyde oder John Dillinger raubte er gewaltlos.
Willie Sutton wurde gefangen und verurteilt, ihm gelang mehrfach die Flucht, er raubte weiter und kam wieder in den Knast. Siebzehn Jahre verbrachte er hinter Gittern, Weihnachten 1969 wurde er wegen guter Führung entlassen. Er war achtundsechzig Jahre alt und ein kranker Mann.
Der New Yorker Journalist und Schriftsteller J.R. Moehringer erzählt in dem fesselnden Roman „Knapp am Herz vorbei“ den Tag nach Willie Suttons Entlassung. Der wandert mit einem Reporter und einem Fotografen durch seine Stadt New York und besucht sein altes Leben, um zu „sehen, wo ich abhanden gekommen bin“.

Am 15. März 2013 kommt J.R. Moehringer nach Berlin und stellt sein Buch bei Dussmann vor, die deutschen Passagen liest Burkhart Klaußner.

Weiterführende Informationen:
Willie Sutton bei Wikipedia
„Knapp am Herz vorbei“ bei S. Fischer
Buch der Woche beim FREITAG


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Der Beitrag wurde am 4. März 2013 um 20:01 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Literatur, Meins gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.