AB JETZT IST RUHE – BILDERBUCH 40

Klaus Brasch (23.2.1950 – 3.2.1980)

Er schrieb meinem ältesten Bruder lange Briefe. Darin schwärmte er von Jean-Paul Belmondo, der im Film „Außer Atem“ von einem hübschen amerikanischen Zeitungsmädchen verraten wird. Er schrieb von der süßen kleinen Protokollantin des Untersuchungsrichters, in die er sich verknallt hatte. Und er philosophierte darüber, dass man sich ständig ändern und überwinden müsse, damit das Leben nicht ende wie eine sich abkühlende Tasse Kaffee. „Sich freihändig zu bewegen ist nicht einfach, das sehe ich an Dir“, schrieb er. „Aber es ist das Schönste im ganzen Leben. Deswegen habe ich Dich lieb wie keinen anderen Menschen. Du bist für mich irgendwie ein roter Punkt in diesem scheiß Irrgarten.“
(Weiterführende Lektüre: S. 46)


Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein um einen Kommentar zu schreiben.

Der Beitrag wurde am 3. Februar 2013 um 15:39 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Literatur, Meins gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.